Mit seinem 1915 begonnenen Klarinettenquintett erinnerte sich Reger an seine Vorbilder Mozart und Brahms, deren Werke in diesem Genre er besonders bewunderte. Dieses melancholische, streng motivisch gestaltete Quintett sollte Regers letztes Werk werden. Kurz nachdem er es an seinen Verleger geschickt hatte, starb er im Mai 1916 an einem Herzinfarkt. Das Quintett wurde sein Schwanengesang und wurde am 6. November 1916 bei einer Gedenkfeier für den Komponisten uraufgeführt. Fast hundert Jahre später veröffentlichen wir es nun erstmals in einer Urtextausgabe, herausgegeben vom Reger-Forscher Michael Kube.