Walter Thomas Heyn wurde 1953 in Görlitz geboren und war anfangs musikalischer Autodidakt. Ab dem vierzehnten Lebensjahr spielte er Gitarre und trat in Singvereinen auf. Von 1974 bis 1980 studierte er Gitarre bei Thomas Buhé und Roland Zimmer, Arrangement bei Gerd Schlotter und Komposition bei Carlernst Ortwein an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Sein Kompositionslehrer empfahl ihn für die Klasse von Siegfried Thiele. Heyn war dann von 1985 bis 1987 Meisterschüler für Komposition bei Siegfried Matthus an der Akademie der Künste in Berlin (Ost). Zudem war er bis 1984 Oberassistent für Tonsatz an der Leipziger Musikhochschule.
Heyn widmete sich in den 80er Jahren der Oper, Theatermusik und Liedern. Seine erste Komposition Vier aphoristischen Lieder (1980) wurde auf einem Komponistenporträt an der Akademie der Künste Berlin vorgestellt. Er verarbeitete in seinen Werken u. a. Texte von Anna Achmatowa, Agostinho Neto und Andreas Reimann. Seine Tonschöpfungen erweisen sich als zeitkritisch und zynisch. Für die Gruppe Neue Musik Hanns Eisler komponierte er 1987 Ich ist ein anderer. Rimbaud. Ab 1989 konzentrierte er sich auf Kammermusik. In den späten 90er Jahren folgten Kompositionen der Sparte Literatur & Musik. Er arbeitete mit der Chansonsängerin Barbara Kellerbauer zusammen. Heyn komponiert in allen Stilen von der Romantik bis zur Neuen Musik. Er ist zudem Bearbeiter der Werke von Johann Sebastian Bach, Claudio Monteverdi, Modest Mussorgski und Dmitri Schostakowitsch.
Besetzung: Violine, Klarinette und Gitarre.