Pēteris Vasks komponierte dieses Cellokonzert in den Jahren 1993/94; er zählt zu den populärsten lettischen Komponisten. Vasks selbst ist Kontrabassist und spielte in dieser Funktion in verschiedenen professionellen Sinfonieorchestern. Bezüglich dieser Komposition erklärte er jedoch, sein Lieblingsinstrument sei das Cello. Das Werk wurde für den litauischen Cellisten David Geringas komponiert. Die Uraufführung fand in Berlin durch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Arturo Tamayo statt.
Laut dem Komponisten sollte das Werk nicht nur als eigenständiges Cellokonzert betrachtet werden. Es repräsentiert auch die Zeit der Demütigung und Unterdrückung während der sowjetischen Herrschaft über viele Völker sowie die Widerstandsfähigkeit jener Völker, die das Überleben in dieser Zeit ermöglichten (insbesondere natürlich die der baltischen Staaten). Es kann daher nicht losgelöst vom Fall des Kommunismus 1989 und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der drei Republiken gesehen werden. Das Werk besteht aus fünf (angegebenen) Teilen, wird aber ohne Unterbrechung aufgeführt. Es ist symmetrisch aufgebaut: