Ausgabe für Violine und Klavier, herausgegeben und revidiert von Christian Rudolf Riedel. Édouard Lalos Symphonie espagnole wurde lange Zeit unzureichend ediert: Die beiden Erstausgaben (Klavierauszug und Partitur) weichen erheblich voneinander ab, da der Komponist nach Fertigstellung der Stichvorlage für den Klavierauszug sein Werk weiter verfeinerte und sogar kompositorische Ergänzungen vornahm. Die vorliegende Urtextausgabe beseitigt all diese Unzulänglichkeiten und Unstimmigkeiten. Zudem konnte sich der Herausgeber erstmals auf das bislang unbekannte Autograph der Solostimme stützen. Die Entdeckung dieser Quelle war geradezu sensationell. Lalo, selbst ein herausragender Geiger, hatte sein Manuskript mithilfe der Bearbeitung von Pablo de Sarasate, dem er das Werk gewidmet und die Uraufführung anvertraut hatte, sorgfältig gekennzeichnet. Diese neue Quellenlage ermöglichte eine Urtextausgabe, die durchgängig der „Letztfassung des Autors“ entspricht.