Komponisten, der nie die ihm gebührende Anerkennung fand. Die Cellosonaten op. 59 (EB 32082) und 99 (EB 32083) sind die ersten von drei Werken für diese Besetzung. Op. 59 entstand um 1905/06, Op. 99 folgte 1932. Über die Entstehungsumstände dieses Werkes, einschließlich des Auftraggebers, ist bisher nichts bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass Schumann es, wie die meisten seiner Werke, primär für seine eigenen Konzerte und befreundete Musiker schrieb. Die umfangreichen Einträge im Klavierpart zeugen von einer ausgesprochen pragmatischen Herangehensweise. Durchgestrichene Takte, hinzugefügte oder gestrichene Noten in Akkorden sowie zahlreiche andere Überarbeitungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Auch die vom Komponisten selbst im Klavierpart notierten Fingersätze unterstreichen diese Annahme. Die vorliegende Ausgabe enthält jeweils zwei Solostimmen: eine „saubere“ Urtextstimme ohne jegliche Zusätze des Herausgebers und eine zweite mit Strichbezeichnungen und Fingersätzen von Maria Kliegel, die beide Sonaten erstmals für das Label Naxos einspielte. Beide Sonaten weisen eine deutliche Ähnlichkeit zu den Werken dieser Kombination von Johannes Brahms auf und sind daher ein Muss für ambitionierte Cellisten.