Der zu seiner Zeit berühmte österreichische Komponist und Pianist Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) studierte bei Mozart und war mit Beethoven befreundet. Zu seinen zahlreichen Werken zählt eine relativ späte Sonate für Violoncello und Klavier, die er 1824 komponierte und 1826 veröffentlichte – ein reizvolles frühromantisches Werk in drei Sätzen mit einer verspielten Klavierstimme. Die ausdrucksstarke Cellokantilene in der Romanze wird jeden Cellisten begeistern.
Unsere von Mark Kroll herausgegebene Ausgabe ist die erste wissenschaftlich-kritische Veröffentlichung dieser Sonate. Sie basiert auf der Erstausgabe von 1826 und dem Autograph, das als Vorlage für den Kupferstich diente. Ein Vergleich der Quellen brachte eine Reihe von Details ans Licht, die in der Erstausgabe übersehen wurden, insbesondere hinsichtlich der Dynamik.