Das Concerto doppio ist zwar in einem einzigen Abschnitt angelegt, gliedert sich aber in deutlich voneinander abgegrenzte Passagen. Der Beginn besticht durch einen ausdrucksstarken, romantischen Charakter mit rhetorischen und lyrischen Melodien sowie einem Dialog zwischen den Solisten, der sich zu einem intensiveren und rhythmischeren Teil mit melodramatischem Charakter steigert. Es ist eines jener Stücke mit typisch theatralischem Charakter, das dem Zuhörer das Gefühl einer fortlaufenden Erzählung vermittelt, deren Inhalt jeder einzelne Musiker individuell gestalten kann. Die Solisten haben einige fein-melancholische, lyrische Momente, wobei sie eher abwechselnd als im Duett singen. Keine bestimmte Atmosphäre oder Handlung verharrt lange, sondern nimmt uns mit auf eine energiegeladene Reise mit zusätzlichen Kadenzen.