„Kontraste“ ist eine Komposition von Béla Bartók (1881–1945) aus dem Jahr 1938 für Klarinette, Violine und Klavier. Sie basiert auf ungarischen und rumänischen Tanzmelodien und besteht aus drei Sätzen mit einer Gesamtdauer von 17–20 Minuten. Bartók schrieb das Werk als Antwort auf einen Brief des Geigers Joseph Szigeti, obwohl es offiziell vom Klarinettisten Benny Goodman in Auftrag gegeben wurde. Die erste Aufnahme des Stücks durch die drei Musiker erschien 1940 auf einer Columbia Masterworks-Schallplatte (78 U/min).
Das Werk besteht aus drei Sätzen:
Die Sätze unterscheiden sich im Tempo. Der erste Satz enthält eine Kadenz für Klarinette, der letzte für Violine. Das Stück enthält Beispiele für alternierende oder doppelte Terzen (C und Cis im A-Dur-Dreiklang).
János Kárpáti hat die strukturellen Aspekte von „Contrasts“ ausführlich erörtert. Szigeti erinnerte sich, dass Bartók ihm erzählt hatte, der Beginn von „Contrasts“ sei teilweise vom „Blues“ des zweiten Satzes aus Maurice Ravels Sonate für Violine und Klavier inspiriert. F. Bónis wies zudem auf die Parallele zwischen einer kurzen Passage im selben Ravel-Satz und einer Passage im ersten Satz von „Contrasts“ hin.
Das Trio des letzten Satzes enthält den „Bulgarischen Rhythmus“ und ähnelt im Geiste dem Finale der ersten Violinsonate.
Besetzung: Violine, Klarinette und Klavier.