In zwei privaten Aufführungen für Fürst Lobkowitz im Frühjahr 1804 wurden zwei neue Werke Beethovens uraufgeführt: seine Dritte Sinfonie op. 55 und das Tripelkonzert op. 56 für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester. Der kunstliebende Mäzen Lobkowitz konnte so zwei frisch komponierte Werke beurteilen, und Beethoven hatte die Möglichkeit, vor der Veröffentlichung noch einige Verbesserungen vorzunehmen. Die erste öffentliche Aufführung des Tripelkonzerts fand vermutlich erst vier Jahre später, im Februar 1808, im Leipziger Gewandhaus statt. Seitdem gehört dieses Werk zum Standardrepertoire jedes Sinfonieorchesters. Der Klavierauszug dieser Urtextausgabe basiert auf der Partitur der Beethoven-Gesamtausgabe, die ebenfalls von Bernard van der Linde erstellt wurde. Das Vorwort des Herausgebers liefert detaillierte Informationen zur komplizierten Quellenlage dieses Konzerts für drei Solisten.