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Trio in a-Moll op. 188
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Reinecke
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Carl Reinecke, geboren in Hamburg, lebte den Großteil seines Lebens in Leipzig und war einer der vielseitigsten Musiker des 19. Jahrhunderts in Deutschland. In seiner bis zu seiner Pensionierung 1902 andauernden Karriere erwarb er sich Anerkennung als Dir Lesen Sie mehr.

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Produktbeschreibung

Carl Reinecke, geboren in Hamburg, lebte den Großteil seines Lebens in Leipzig und war einer der vielseitigsten Musiker des 19. Jahrhunderts in Deutschland. In seiner bis zu seiner Pensionierung 1902 andauernden Karriere erwarb er sich Anerkennung als Dirigent, Pianist, Pädagoge und Komponist.

Als Dirigent wurde er 1860 zum Direktor des Leipziger Gewandhausorchesters ernannt, eine Position, die er über 30 Jahre innehatte. Dort dirigierte er die Uraufführung von Brahms’ Deutschem Requiem und wirkte bei der Uraufführung von Brahms’ Klavierquintett mit dem Gewandhausquartett mit.

Als Pädagoge lehrte er 35 Jahre lang, zunächst am Kölner Konservatorium, dann in Barmen und Breslau und schließlich in Leipzig, wo er zuletzt als Direktor tätig war und das Konservatorium zu einer der führenden Bildungseinrichtungen Europas ausbaute. Studenten aus ganz Europa kamen zu ihm, darunter Komponisten wie Edvard Grieg, Leoš Janáček, Isaac Albéniz, Max Bruch und Friedrich Delius.

Als Pianist bereiste er ausgiebig Westeuropa als Konzertkünstler und war wohl der unübertroffene Mozart-Interpret. Bekannt für seinen Legato-Stil in einer Zeit, in der Klavierkonzerte oft improvisiert wurden, wählte Liszt ihn zum Lehrer seiner beiden Töchter. Gegen Ende seines Lebens, im Alter von 80 Jahren, nahm er Klavierrollen auf und war damit der älteste Pianist, dessen Spiel in irgendeiner Form erhalten blieb.

Als Komponist schrieb er zunächst Musik für seine eigenen Aufführungen – vier Klavierkonzerte und Kadenzen für Konzerte anderer Komponisten. Nach seiner Pensionierung widmete er sich ganz dem Komponieren und schuf ein Lebenswerk von fast 300 veröffentlichten Werken. In einer Zeit großer Umbrüche in der Musik blieb er im Grunde konservativ und schuf Musik von klassischer Form, Proportion und Zurückhaltung, jedoch mit einer Vorliebe für romantische Melodien.

Dies war eines von drei Trios, die er in seinen reifen Jahren für ungewöhnliche Instrumentenkombinationen komponierte – Opus 188 für Oboe, Horn und Klavier; Opus 264 für Bratsche, Klarinette und Klavier sowie Opus 274 für Klarinette, Horn und Klavier komponierte er, um sie als Pianist mit Leipziger Kollegen aufzuführen, deren Instrumente im Kammermusikrepertoire damals noch wenig Auftrittsmöglichkeiten hatten. Opus 188 entstand 1886/87, als Reinecke 63 Jahre alt war und noch als Dozent am Leipziger Konservatorium tätig war. Das Werk ist in der für den Komponisten typischen viersätzigen Form gehalten, wobei das Scherzo als zweiter Satz eine Atempause zwischen dem kraftvollen ersten Satz und dem ebenfalls wichtigen langsamen Satz bietet.

Der erste Satz, Allegro moderato, beginnt mit einer zweitaktigen Einleitung des Klaviers, gefolgt vom Horn, das das marschartige erste Thema im punktierten Rhythmus vorträgt. Darauf folgt eine ungewöhnliche Überleitung im kontrastierenden Dreiertakt, die vom Klavier vorgestellt wird und im weiteren Verlauf des Satzes immer wiederkehrt. Das zweite Thema selbst ist ein weiteres Hornsolo. Die lange Durchführung gibt beiden Blasinstrumenten Raum zur Entfaltung.

Das Scherzo ist in gewohnter Form kurz und leicht, mit einem Hauptthema, dem ein kontrastierendes Trio folgt. Das anschließende Adagio ist berührend und poetisch. Das eindringliche Thema erklingt zu Beginn, zuerst vom Klavier, dann von der Oboe und schließlich, etwas ausführlicher, vom Horn. Das Horn leitet ein kurzes Zwischenspiel in derselben Stimmung ein, und die Hauptmelodie kehrt mit den beiden Blasinstrumenten gleichberechtigt wieder.

Das Trio schließt mit einem Rondo, Allegro ma non troppo, dessen wiederkehrender Refrain vom Klavier angeschlagen und von den beiden Bläsern fortgeführt wird. In den dazwischenliegenden Episoden wetteifern die Blasinstrumente um die Aufmerksamkeit und greifen das kontrastierende Dreierrhythmus-Material des ersten Satzes wieder auf.
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