Johannes Brahms’ späte Kammermusikwerke zählen zweifellos zu den großartigsten Werken, die je für Klarinette geschrieben wurden. In seinen letzten Lebensjahren scheint Brahms des Komponierens müde geworden zu sein – doch glücklicherweise begegnete er 1891 dem Soloklarinettisten des Meininger Hoforchesters, Richard Mühlfeld, dessen klangvolle Spielweise ihn fesselte und zu neuen Werken inspirierte. Das Trio op. 114 ist melancholisch und herbstlich und erfreut sich großer Beliebtheit bei allen Klarinettisten. Es ist nun in einer überarbeiteten Ausgabe bei Henle erhältlich. Brahms’ Manuskript zu op. 114 befindet sich in München, dem Sitz des Verlags G. Henle. Der Notentext folgt dem der Neuen Brahms-Gesamtausgabe und garantiert somit höchste Präzision und spiegelt den aktuellen Forschungsstand wider. Der Pianist Klaus Schilde hat dieser Urtextausgabe wertvolle Fingersätze hinzugefügt.