Das Quintett in g-Moll gehört zu den ersten drei Quintetten, die Ignaz Pleyel 1785 komponierte und 1786 erstmals veröffentlichte. Von all seinen Quintetten war es das am häufigsten publizierte und erschien bereits zu Pleyels Lebzeiten in verschiedenen Ausgaben. Der moderne Charakter dieses Werkes zeigt sich in der neuartigen Kompositionstechnik und der Ausgestaltung der Themen, wie sie Joseph Haydn 1781 in seinen Streichquartetten op. 33 erstmals anwandte. Wie bei Haydn manifestiert sich der moderne Kompositionsstil in der thematischen Gestaltung der Durchführung, die sich hauptsächlich vom Hauptthema ableitet. Besonders eindrucksvoll ist die Ausgestaltung des Themas durch Imitation, Sequenzierung, Verkürzung, rhythmische und tonale Veränderungen sowie durch Umkehrung.