Prokofjew komponierte die Klaviersonate in f-Moll um 1908. Diese Fassung ist eine Bearbeitung für Violine und Klavier. Er war damals erst 17 Jahre alt. Die Sonate war sein erstes Werk mit einer Opuszahl. Es war jedoch nicht seine erste Komposition; als Wunderkind hatte er bereits Klavierwerke und sogar eine Oper geschrieben. Die Klaviersonate besteht aus einem Satz und dauert etwa sieben Minuten. Das Allegro basiert auf einem fließenden Thema mit ausgeprägt russischem Charakter, um das sich die weitere Musik entfaltet.
Die Uraufführung fand am 6. März 1910 im Rahmen eines Abends für Neue Musik statt. Auch der große Komponist Igor Strawinsky war anwesend. Später am Abend führte er „L’Oiseau de Feu“, ein Märchenballett, auf, das Prokofjew nicht beeindruckte.