Fauré komponierte seine Violinsonate 1875/76 und begründete damit eine neue Tradition dieser Gattung in der französischen Musik. In einer Kritik äußerte sich Saint-Saëns begeistert über das Werk seines Freundes und Schülers: „In dieser Sonate findet man alles, was einen Feinschmecker verführt: neue Formen, hervorragende Modulationen, ungewöhnliche Klangfarben und die Verwendung unerwarteter Rhythmen. Und über allem schwebt ein Zauber, der das ganze Werk umgibt und die Schar der üblichen Zuhörer die ungeahnte Kühnheit als etwas ganz Normales akzeptieren lässt.“ Mit diesem Werk nimmt Monsieur Fauré seinen Platz unter den Meistern ein.