Grieg begann im Herbst 1886 mit der Komposition seiner dritten und letzten Violinsonate. Während die ersten beiden Sonaten innerhalb weniger Wochen entstanden, benötigte er für diese mehrere Monate. Die Sonate ist bis heute das populärste der drei Werke und hat sich im Standardrepertoire etabliert. Sie war auch Griegs persönliches Lieblingsstück. Die Uraufführung fand in Leipzig statt, mit Grieg selbst am Klavier und dem renommierten Geiger Adolph Brodsky. In gewisser Weise griff Grieg in dieser dreisätzigen Sonate auf norwegische Volksmelodien und -rhythmen zurück. Er selbst betrachtete die zweite Sonate als die „norwegische“ Sonate, während die dritte „diejenige mit dem weiteren Horizont“ war. Dies war Griegs letztes Werk in Sonatenform.