Henri Vieuxtemps gilt heute als der bedeutendste Vertreter der französisch-belgischen Violinschule. Nach einem Konzert des 14-jährigen Wunderkinds im Jahr 1834 sagte kein Geringerer als Robert Schumann: „Bei Henri kann man getrost die Augen schließen. Sein Spiel ist wie eine Blume, zugleich duftend und strahlend.“ Vieuxtemps war auch ein exzellenter Bratschist und komponierte neben zahlreichen Werken für Violine auch mehrere Stücke für dieses verwandte Instrument. Die 1862 veröffentlichte Sonate op. 36 zählt mit ihrem Wechselspiel zwischen ausdrucksstarkem Maestoso, elegischer Barcarola und scherzandoartigen Passagen zu den Glanzstücken der Bratschenliteratur. Unsere Ausgabe ist die erste Urtext-Ausgabe überhaupt.