Stephen Paxton zählte zu den bedeutendsten englischen Cellokomponisten der Übergangszeit zwischen Barock und Klassik. Da das Cellorepertoire nur wenige Werke der frühen Klassik umfasst, schließen seine Sonaten op. 3, die für Amateurcellisten und Schüler geschrieben wurden, eine wichtige Lücke im Lehrrepertoire. Diese dreisätzige Sonate op. 3/3 eignet sich hervorragend für das Cello und zeichnet sich durch ihre eleganten und ansprechenden Melodien aus. Die Sonate kann mit den ersten vier Griffen gespielt werden. Als Cellist war Paxton mit den technischen Möglichkeiten seines Instruments bestens vertraut und verstand es, es mit einfachen und wirkungsvollen Figuren zum Klingen zu bringen. Der erste Satz besteht aus zwei Teilen und hat einen ausdrucksstarken Mittelteil in c-Moll. Der langsame Satz verwendet ein irisches Volkslied („Gramachree“) und schließt mit zwei Tanzsätzen (Menuett 1 und 2) ab. Diese Neuauflage gibt alle Details der ersten gedruckten Fassung wieder; lediglich einige Dynamikangaben in eckigen Klammern wurden hinzugefügt. Die Bassstimme wurde im Stil einer frühen klassischen Tastenbegleitung ausgeschrieben, um den galanten Rokoko-Stil des Stücks zu unterstreichen.