Inspiriert von Boulez’ Stück „Messagesquisse“ für mehrere Celli und John Scofields funkigem „Protocol“, ist „Shift, Trip“ ein unerbittlicher Moto perpetuo für verstärktes Cello und vorab aufgenommene Gitarren, Blechbläser und Perkussion. Obwohl das Stück frühzeitig choreografiert wurde, ist es als eigenständiges Werk konzipiert. Es verlangt dem Interpreten Virtuosität und große Ausdauer über einen Tonumfang von fünfeinhalb Oktaven und erfordert eine exakte Synchronisation mit dem aufgenommenen Backing-Track, dessen wechselnde rhythmische Muster – wie der Titel bereits andeutet – unvorhersehbare Wendungen nehmen. Mein Dank gilt Lester Barnes, der mich durch seine umfangreiche Sample-Bibliothek für Gitarren, Blechbläser und Explosionseffekte führte und die Ergebnisse abmischte, sowie dem Perkussionisten Julian Warburton, der auf interessante Weise auf Metall einwirkte.