Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 op. 58: Bearbeitung für Klavier und Streichquintett. Klavier, Violine (2), Viola (2), Violoncello. Diese anonyme Sextett-Bearbeitung von Beethovens Viertem Klavierkonzert war zu Lebzeiten des Komponisten in Wien sehr beliebt. Dies belegen mindestens zwei damals im Umlauf befindliche handschriftliche Stimmen.
Es ist keine Klavierstimme überliefert; tatsächlich fehlte die Klavierstimme in den Originalstimmen vermutlich.
Der Solist studierte seine Stimme vermutlich anhand der ersten Ausgabe der Solostimme, die 1808 zusammen mit dem Original-Aufführungsmaterial veröffentlicht wurde. (Die Partitur erschien erst 1861.)
Diese Sextett-Fassung integriert die ursprünglichen Bläserstimmen gekonnt in den Streicherklang. Die Bearbeitung steht in der Tradition von Klavierauszügen mit Kammermusikbegleitung, wie sie auch für Mozarts Klavierkonzerte KV 413 bis 415 und später für die Chopin-Konzerte angefertigt wurden.
Diese Urtext-Ausgabe, herausgegeben vom renommierten Beethoven-Forscher Jonathan Del Mar, präsentiert diese Bearbeitung erstmals im Druck. Der Notentext wird durch eine informative Einleitung und einen kritischen Kommentar ergänzt.