Bernhard Henrik Crusell (15. Oktober 1775 – 28. Juli 1838) war ein finnisch-schwedischer Klarinettist, Komponist und Übersetzer. Er gilt als der bedeutendste und international bekannteste finnische Komponist klassischer Musik und sogar als der herausragendste finnische Komponist vor Sibelius.
Zwischen 1791 und 1799 studierte Crusell Musiktheorie und Komposition bei Abbé Vogler und dem deutschen Lehrer Daniel Boritz, als dieser in Stockholm lebte. 1803 studierte Crusell während seines Aufenthalts in Paris Komposition am Konservatorium bei Gossec und Berton. Er komponierte Werke, darunter Konzerte und Kammermusik, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Bläser des Hoforchesters. 1811 reiste er nach Leipzig, wo er eine Geschäftsbeziehung zum Musikverlag Bureau de Musique aufbaute, der 1814 in C. F. Peters aufging.
Von 1818 bis 1837 dirigierte er in den Sommermonaten Militärkapellen in Linköping. Er arrangierte für sie Märsche und Ouvertüren von Rossini, Spohr und Weber und komponierte Stücke für Männerchor. 1822 veröffentlichte er drei Bände mit Liedern nach Texten des schwedischen Dichters Tegnér und anderer, und 1826 einen weiteren Band, „Frithiofs saga“, mit zehn Liedern nach Texten von Tegnér. Seine Oper „Lilla slavinnan“ (Das kleine Sklavenmädchen) wurde 1824 in Stockholm uraufgeführt und in den folgenden 14 Jahren 34 Mal wiederholt.
Besetzung: Violine, Bratsche, Klarinette und Cello.