Das Divertimento KV 247 in B-Dur wurde zum Namenstag der Gräfin Antonia Lodron komponiert und am 18. Juni 1776 in Salzburg uraufgeführt. Der kleine Marsch KV 248 begleitete vermutlich die Ankunft und den Abgang der Musiker bei dieser Gelegenheit – er entstand am selben Tag wie das Divertimento, steht in derselben Tonart und ist für dieselben Instrumente gesetzt. Mozart griff später mehrmals auf diese „Musik zur ersten Lodronnacht“ zurück, und auch die Nachwelt schätzte sie: Das Divertimento wurde nur wenige Jahre nach seinem Tod veröffentlicht und war auch in zahlreichen Abschriften des 19. Jahrhunderts erhältlich. Die einzigen autorisierten Quellen für unsere Urtextausgabe waren jedoch die beiden Autographen. Hier ist die tiefste Stimme übrigens mit „Basso“ bezeichnet, was die Frage offenlässt, ob sie von einem Cello, einem Kontrabass oder beiden gespielt werden sollte – ein typischer Fall von „nach Belieben“ in der Musik des 18. Jahrhunderts!