Luigi Boccherinis Cellokonzert Nr. 9 in B-Dur, G 482, entstand entweder Ende der 1760er oder Anfang der 1770er Jahre. Boccherini, ein talentierter Cellist, komponierte zwölf Konzerte für sein Instrument. 1895 wählte der deutsche Cellist Friedrich Grützmacher dieses Konzert für eine Bearbeitung im Stil eines romantischen Virtuosenkonzerts aus. In dieser weit verbreiteten Form weist es nur noch geringe Ähnlichkeit mit dem Originalmanuskript auf. Boccherinis neuntes Cellokonzert ist seit Langem fester Bestandteil des Standard-Cellounterrichts, da es den vollen Tonumfang von über vier Oktaven des Cellos schrittweise ausnutzt, anstatt große Sprünge zwischen verschiedenen Fingerpositionen zu machen.