Das Klaviertrio ist die früheste Komposition auf dieser CD, entstanden im Alter von etwa 20 Jahren. Es ist ein dreisätziges Werk von großem Charme, das sich allerdings durch den ungewöhnlichen, ausgedehnten langsamen Satz am Anfang auszeichnet. Die Streicherpassagen sind reizvoll, und es gibt viel ausdrucksstarkes, lyrisches Zusammenspiel, gepaart mit einer gehörigen Portion Sturm und Drang. Stephanie Gonley, Adrian Brendel und Simon Crawford-Phillips interpretieren das Werk mit exzellenter Klarheit der Passagen und bringen seine stürmisch-jugendliche Bravour voll zur Geltung. Das Petrof Piano Trio auf Nimbus ist ebenfalls hervorragend (Rezension), aber ich würde den Vorzug dem Nash Ensemble geben, auch wegen seines reinen Bruch-Programms; das Petrof spielt außerdem Trios von Mendelssohn und Lalo.