John Field (26. Juli 1782, Dublin – 23. Januar 1837, Moskau) war ein irischer Pianist, Komponist und Lehrer, der weithin als Schöpfer des Nuit gilt. Obwohl andere Komponisten zu dieser Zeit in einem ähnlichen Stil schrieben, verwendete Field als Erster den Begriff „Nocturne“ speziell für ein Charakterstück mit einer kantablen Melodie über einer arpeggierten Begleitung.
Er wurde in Dublin in eine Musikerfamilie geboren und erhielt dort seine frühe Ausbildung, insbesondere beim italienischen Komponisten Tommaso Giordani. 1793 zog die Familie nach London, wo Field bei Muzio Clementi studierte und unter dessen Anleitung bald zu einem berühmten und gefragten Konzertpianisten wurde. Meister und Schüler bereisten gemeinsam Paris, Wien und St. Petersburg. Fields Entscheidung, in der ehemaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg zu bleiben, ist nicht ganz klar, doch vermutlich war er dort als Handelsvertreter für Clementi-Klaviere tätig.
Field genoss hohes Ansehen bei seinen Zeitgenossen, und sein Spiel sowie seine Kompositionen beeinflussten zahlreiche bedeutende Komponisten, darunter Felix Mendelssohn, Frédéric Chopin, Johannes Brahms, Robert Schumann und Franz Liszt. Obwohl über Field in Russland wenig bekannt ist, leistete er zweifellos einen wesentlichen Beitrag zu Konzerten und Unterricht sowie zur Entwicklung der russischen Klavierschule.
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