Nicht nur drei von Mozarts Hornkonzerten verdanken wir seiner Freundschaft mit Ignaz Leutgeb – auch der Solopart dieses ungewöhnlichen Kammermusikwerks wurde eigens für ihn komponiert. Anstelle von zwei Violinen verfügt das begleitende Streichquartett über zwei Bratschen, die den dunklen und warmen Klang des Horns ergänzen und dem Werk eine einzigartige Klangfarbe verleihen. Anklänge an Motive aus der „Entführung aus dem Serail“ lassen vermuten, dass es etwa zur gleichen Zeit wie das Singspiel entstand. Da das Autograph fehlt, basiert diese Ausgabe auf der Erstausgabe. Der kritische Apparat bietet zudem eine sorgfältige Auswertung der Sekundärquellen und ermöglicht so wichtige Einblicke in Mozarts Intentionen.