Mozarts Sinfonia Concertante für Violine und Viola, KV 364 (320d), ist sein einziges vollständig erhaltenes Werk in diesem Genre. Er komponierte sie 1779 nach seiner Rückkehr aus Paris und Mannheim. Zwei Jahrzehnte lang war sie nur in wenigen Abschriften bekannt. Die Erstausgabe erschien erst 1802. Das Werk erfreute sich im selben Jahr großer Beliebtheit, insbesondere die Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen und Klaviertrio.
Diese Bearbeitung für Streichsextett aus dem Jahr 1808 ist nicht nur wegen ihrer ungewöhnlichen Besetzung interessant, sondern auch wegen der Art und Weise, wie die beiden Konzertinstrumente mit den anderen Streichern interagieren.
Diese Ausgabe lässt die Bearbeitung nach fast zwei Jahrhunderten wieder aufleben und stützt sich dabei hauptsächlich auf die einzige erhaltene Quelle: die erste, mehrteilige Ausgabe, die 1808 von der Wiener Stamperia Chimica veröffentlicht wurde.
Der Herausgeber, Christopher Hogwood, schildert die Entstehungsgeschichte des Werkes und die Besonderheiten der Bearbeitung in einem dreisprachigen Vorwort (Englisch/Deutsch/Tschechisch) und einem kritischen Bericht. Bärenreiters Neuausgabe berücksichtigt sowohl den Originaldruck als auch den Text der „Neuen Mozart-Ausgabe“.