Wolfgang Amadeus Mozarts erste vier Sonaten für Klavier und Violine, KV 6–9, zählen zu seinen frühesten Werken. Sie entstanden zwischen 1762 und 1764 und markierten für den jungen Komponisten Mozart eine Premiere: zum Beispiel seine ersten Werke mit Violine, seine ersten Werke mit mehr als einem Instrument, seine ersten mehrsätzigen Werke und seine ersten Werke in Sonatenform. Tatsächlich waren zuvor alle seine Werke kurze Solostücke für Cembalo gewesen. Mozart war vermutlich zwischen sechs und acht Jahre alt, als er diese Werke komponierte; daher wird angenommen, dass sie von seinem Vater Leopold für ihn niedergeschrieben wurden: Alle vier frühen Sonaten sind in Leopolds Handschrift erhalten. Alle frühen Violinsonaten Mozarts sind eigentlich Klaviersonaten mit Violinbegleitung, was bereits aus den ursprünglichen Titeln der vier Sonaten hervorgeht.