Zu Scharwenkas Kompositionen zählen eine Oper (Mataswintha), eine Sinfonie, vier Klavierkonzerte, Kammermusik (alle mit Klavierstimme) und zahlreiche Klavierstücke; sein Klavierstil ähnelt dem von Schumann und Rachmaninow.
Die vier Klavierkonzerte sind gewichtige Werke. Das erste, in b-Moll, op. 32, wurde 1874 vollendet und im folgenden Jahr uraufgeführt. Ursprünglich als Klavierfantasie für Soloklavier geschrieben, war Scharwenka damit unzufrieden und überarbeitete es für Orchester. Franz Liszt nahm die Widmung an und führte das Werk in Berlin auf. Die erste Einspielung erfolgte 1968 mit Earl Wild und dem Boston Symphony Orchestra unter Erich Leinsdorf. Wild hatte das Konzert als Junge bei Selmar Janson gelernt, der es direkt beim Komponisten studiert hatte. Als Leinsdorf Wild bat, das Konzert aufzunehmen, konnte dieser sagen: „Ich habe vierzig Jahre lang darauf gewartet, dass mich jemand fragt, ob ich das spielen möchte.“
Besetzung: Klavier, Klarinette und Cello.