Johann Sebastian Bachs Zyklus der drei Sonaten und Partiten BWV 1001–1006 zählt zweifellos zu den Höhepunkten der klassischen europäischen Musik. C. P. E. Bach selbst sagte laut einem Zeitgenossen, es gäbe „nichts Besseres, um ein guter Geiger zu werden“, als die Werke seines Vaters. Der Zyklus spiegelt die gesamte harmonische und polyphone Musikwelt von Bachs Zeit wider und ist so meisterhaft komponiert, dass er sich allein mit der Violine als einzigem Instrument wiedergeben lässt.
Die Neuauflage der Sonaten und Partiten BWV 1001–1006 (BA 5256) ist eine vollständige Überarbeitung unserer älteren Ausgabe (BA 5116). Der Notentext wurde von Peter Wollny herausgegeben und entspricht dem aktuellen Forschungsstand der Neuen Bach-Ausgabe (NBArev), Band BA 5937-01. Diese Edition basiert hauptsächlich auf Bachs außergewöhnlich gut erhaltenem Autograph, das zu den schönsten Handschriften des Komponisten zählt. Alle relevanten Sekundärquellen wurden berücksichtigt, um Unklarheiten zu beseitigen. Dazu gehören fünf zeitgenössische Abschriften, darunter eine von Anna Magdalena Bach, sowie vier Handschriften aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.
Der Notentext wurde neu gestochen und übersichtlich gestaltet, wobei Umblätter- und Seitenzählung der vorherigen Ausgabe beibehalten wurden. Dies ermöglicht ein einfaches Navigieren zwischen der alten und der neuen Ausgabe. Das ausführliche Vorwort (Deutsch/Englisch) informiert über die Entstehung der Sonaten und Partiten, ihren Kontext und die Quellen.