Die Klavierquartette WoO 36 von Ludwig van Beethoven sind drei Klavierquartette, die er 1785 vollendete, als der Komponist 14 Jahre alt war. Sie sind für Klavier, Violine, Bratsche und Violoncello gesetzt. Er komponierte ein Quartett in C-Dur, eines in Es-Dur und ein drittes in D-Dur. Sie wurden 1828 posthum veröffentlicht, allerdings in einer anderen Reihenfolge: Klavierquartett Nr. 1 in Es-Dur, Klavierquartett Nr. 2 in D-Dur und Klavierquartett Nr. 3 in C-Dur.
Als Beethoven diese drei Stücke komponierte, war das Klavierquartett ein selten gespieltes Ensemble. Zwei Werke Mozarts, Klavierquartett Nr. 1 in g-Moll (1785) und Klavierquartett Nr. 2 in Es-Dur (1786), sind die einzigen vergleichbaren zeitgenössischen Werke. Beethoven orientierte sich bei seinen Klavierquartetten an Mozarts Violinsonaten, die 1781 erschienen waren. Sein C-Dur-Quartett ist in derselben Tonart geschrieben und entlehnt thematisches Material aus Mozarts Violinsonate Nr. 17, KV 296. Abgesehen von Beethovens eigener Bearbeitung seines Quintetts für Klavier und Blasinstrumente (op. 16) für Klavierquartett sind diese drei Werke seine einzigen Kompositionen für Klavier, Violine, Bratsche und Violoncello.
Später verwendete Beethoven Material aus dem C-Dur-Quartett für zwei seiner frühen Klaviersonaten: Nr. 1 und Nr. 3. In Beethovens Originalmanuskript steht das Werk in C-Dur an erster Stelle, gefolgt von Es-Dur und D-Dur. Bei der posthumen Veröffentlichung der Quartette durch Artaria in Wien änderte sich die Reihenfolge: Es-Dur, D-Dur und C-Dur.