Konzert für Violoncello solo, 2 Violinen, Viola und Basso continuo (mit obligatem Fagott), Urtextausgabe, herausgegeben von Markus Möllenbeck mit einem Klavierauszug von Ulrich Lüdering. Reihe Il Violoncello concertato.
Das vorliegende Konzert, RV 409, bezieht seinen besonderen Reiz aus dem expliziten Einsatz des Fagotts im Basso continuo. Im ersten Satz entsteht dadurch der Eindruck eines Doppelkonzerts – obwohl es keines ist. Insgesamt weicht Vivaldi in diesem Werk von der konventionellen Satzstruktur schnell–langsam–schnell ab: Im ersten Satz wird der melancholische Dialog zwischen Violoncello solo und Fagott wiederholt von lebhaften Tutti-Einwürfen unterbrochen, während im zweiten Satz kurze, fast bremsende Adagio-Kadenzen aus dem Tutti die schnellen Sechzehntelpassagen des Violoncellos akzentuieren, die von trommelartigen Achtelnoten im Continuo begleitet werden. Dieses Konzert stellt einen besonders originellen Beitrag Vivaldis zum Genre des Cellokonzerts dar.
Tonumfang der Solostimme: E – b1, mittlerer Schwierigkeitsgrad