Die sechs Cellosuiten BWV 1007–1012 sind Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach (1685–1750). Sie zählen zu den meistgespielten Solowerken für Violoncello überhaupt. Bach komponierte sie höchstwahrscheinlich in den Jahren 1717–1723, als er Kapellmeister in Köthen war. Der Titel auf dem Einband des Anna-Magdalena-Bach-Manuskripts lautet „Suites à Violoncello Solo senza Basso“ (Suiten für Violoncello solo ohne Bass).
Die Air aus der Orchestersuite Nr. 3 wurde ebenfalls von Johann Sebastian Bach (1685–1750) komponiert. Bachs Air stammt aus dem zweiten Satz seiner Orchestersuite Nr. 3 und zeichnet sich durch eine wunderschöne, lyrische Melodie aus. Das genaue Entstehungsdatum von Bachs Orchestersuite Nr. 3 ist unbekannt. Möglicherweise schrieb er sie während seiner Zeit als Musikdirektor für Fürst Leopold von Anhalt in Köthen (zwischen 1717 und 1723), doch sind keine Originalmanuskripte der Suite erhalten. Sicher ist, dass Bach die Suite im Rahmen seiner Konzerte am Leipziger Collegium Musicum (um 1729–1731) aufführte. Während seiner Zeit als Leiter des Collegium Musicum komponierte er neue Instrumentalmusik und bearbeitete bereits in Köthen entstandene Werke neu. Bemerkenswert ist, dass Bach den Zweck all seiner Musik in der „Verherrlichung Gottes“ sah und seine Kompositionen oft mit Initialen wie S.D.G. (soli Deo gloria – „Gott allein sei Ehre“) versah.
Bachs Air aus seiner Orchestersuite Nr. 3 wird manchmal auch als „Air auf der G-Saite“ bezeichnet. Dies geht auf eine Bearbeitung von Bachs Air für Violine und Klavier durch den deutschen Geiger August Wilhelmj (1845–1908) zurück. Obwohl Bachs Original-Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur komponiert ist, bearbeitete Wilhelmj Bachs Air in C-Dur und transkribierte die Melodie eine Oktave tiefer, sodass sie vollständig auf der G-Saite der Violine gespielt werden kann. Daher wird Bachs Air oft als „Air auf der G-Saite“ bezeichnet. Diese spezielle Bearbeitung von Bachs Air steht in G-Dur, um das Wechseln der Tonart beim Spielen der Melodie zu vereinfachen.
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