Der französische Cellovirtuose Jean-Louis Duport (1749–1819) war einer der bedeutendsten Cellisten seiner Zeit und wirkte unter anderem als Solocellist an der Pariser Oper und als Professor am Pariser Konservatorium. Seine Celloschule „Essai sur le doigter du violoncelle et la conduite de l'archet“ (1770) enthielt einen Anhang mit den hier vorliegenden 21 Etüden, die sich aufgrund ihrer völlig neuen Fingersatztechnik (Daumenlage) rasch verbreiteten. Heute gehören Duports Etüden zum Standardrepertoire der Celloausbildung, nicht nur wegen der klar strukturierten technischen Übungen, die alle Aspekte des fortgeschrittenen Cellospiels abdecken (Doppelgriffe, Anschlagstärke, Dreiklänge, Spiel auf mehreren Saiten, Daumenlage, Intonation in weniger bekannten Tonarten usw.). Sie sind auch wegen ihrer ansprechenden musikalischen Gestaltung und ihrer Eignung zur Schulung von Klangfarbe und Ausdruck sehr beliebt. Diese Ausgabe ist ein Muss für jeden Celloschüler.