Die Etüden von Charles Dancla (1817–1907) sind weit mehr als bloße technische Übungen. Sie erfordern ein besonderes Klanggefühl, einen eleganten, fließenden und schwungvollen Spielstil. Sie fordern den Geiger in allen damit verbundenen Disziplinen heraus, wie etwa Staccato mit dem Bogenstrich auf und ab, Arpeggien, Doppelgriffe und schnelle Passagen. Darüber hinaus strebt Dancla stets nach weichen, singenden Klangfarben und einem verfeinerten Ton. Es ist für Lehrer und Schüler gleichermaßen bereichernd, die Geigentechnik auf diese Weise zu entwickeln. Zudem wird die Freude am Musizieren gesteigert, da jedes Stück seinen eigenen Charakter besitzt und nicht als Etüde, sondern vielmehr als virtuoses Capriccio erscheint, das beispielsweise als Zugabe gespielt werden kann.