Die Studien von Charles Dancla (1817-1907) sind mehr als bloße technische Übungen. Sie erfordern ein besonderes Tongefühl, eine elegante, sanft fließende und schwungvolle Spielweise. Sie fordern den Geiger in allen dazugehörigen Disziplinen, wie Staccato auf einem Auf- und Abstrich, Arpeggien, Doppelgriffpassagen und schnellen Passagen. Darüber hinaus ist Dancla immer auf der Suche nach den weichen, singenden Klangflächen und dem raffinierten Klang. Es macht sowohl Lehrern als auch Schülern Spaß, auf diese Weise die Geigenspieltechnik zu entwickeln. Darüber hinaus erhöht sich die Freude am Musizieren, da jedes Stück seine eigene Charakteristik hat, nicht wie eine Studie erscheint, sondern eher wie ein Aufführungs-Capriccio, das beispielsweise als Zugabe gespielt werden könnte. Die aktuelle Ausgabe basiert auf der (vermutlichen) Erstausgabe des Pariser Verlegers S. Richault (Plattennummer 12974.B.) von ca. 1856. Hinzugefügte Fingersätze sind entsprechend gekennzeichnet. Informationen zu technischen Features, Spielvorschlägen und Ähnlichem finden Sie in den Anmerkungen am Ende des Buches.