Die „12 melodischen Etüden op. 113“ von Sebastian Lee (1805–1887) gehören zu den Standardwerken für das Violoncello und werden bis heute weltweit im Unterricht und in der Vorbereitung auf Konzerte genutzt. Sebastian Lee war ein deutscher Cellist und Komponist, der vor allem für seine didaktischen Werke bekannt ist. Er studierte bei Friedrich Dotzauer und prägte die deutsche Cellotechnik des 19. Jahrhunderts nachhaltig.
Die Etüden op. 113 wurden speziell entwickelt, um die musikalische Ausdrucksfähigkeit und die technische Beherrschung des Cellos zu fördern. Sie kombinieren melodische Linien mit praxisorientierten Übungen für verschiedene Lagen, Bogentechniken und Phrasierungen, wodurch sie sowohl für den fortgeschrittenen Schüler als auch für den semiprofessionellen Cellisten geeignet sind. Anders als viele reine Technikübungen legen die Etüden von Lee besonderen Wert auf musikalisches Gestalten: Jede Etüde kann als kleines Konzertstück aufgefasst werden, das Ausdruck, Dynamik und Artikulation trainiert.